VALACICLOVIR HEXAL 1.000 mg Filmtabletten 21 St

Art.-Nr:
06499816 (PZN)
Grundpreis:
6,19 € / 1 St
Dosierung:
Filmtabletten
Packung:
21 St

Anwendungsgebiete

- Virusinfektionen mit Herpesviren, wie:
   + Gürtelrose (Herpes zoster)
   + Lippenherpes
   + Herpesinfektion im Geschlechtsbereich
   + Wiederauftreten einer Herpesinfektion im Geschlechtsbereich
   + Herpesinfektion im Augenbereich
- Vorbeugung von Virusinfektion mit Cytomegalie-Virus

Zusammensetzung bezogen auf 1 Tablette

1112,42 mg Valaciclovir hydrochlorid
1000 mg Valaciclovir
+ Crospovidon
+ Cellulose, mikrokristalline
+ Povidon K25
+ Magnesium stearat
+ Hypromellose
+ Titandioxid
+ Macrogol 400
+ Polysorbat 80

Details
Anwendung
Wirkung
Gegenanzeigen
Hinweise
Nebenwirkungen


PZN 06499816
Anbieter Hexal AG
Packungsgröße 21 St
Packungsnorm N2
Produktname Valaciclovir HEXAL 1000mg
Darreichungsform Filmtabletten
Monopräparat ja
Wirksubstanz Valaciclovir hydrochlorid
Rezeptpflichtig ja
Apothekenpflichtig ja

Anwendungshinweise

Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Allgemeine Behandlungsdauer: Bei Gürtelrose (Herpes zoster) 7 Tage, bei Herpesinfektion im Geschlechtsbereich 10 Tage und Wiederauftreten von Herpesinfektion im Geschlechtsbereich 5 Tage, zur Vorbeugung von Virusinfektion mit Cytomegalie-Virus 90 Tage und bei Herpesinfektionen des Auges 3-10 Tage. Bei Lippenherpes ein Tag.

Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Übelkeit, Halluzinationen und Krampfanfällen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

Dosierung

Bei Gürtelrose (Herpes zoster):
 
Erwachsene 1 Tablette 3-mal täglich im Abstand von 8 Stunden, unabhängig von der Mahlzeit
Bei Lippenherpes: Behandlung über 1 Tag:
 
Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene 2 Tabletten 2 Tabletten im Abstand von 12 Stunden
Herpesinfektion im Geschlechts- und Augenbereich, Wiederauftreten von Herpesinfektion im Geschlechtsbereich: Für die Behandlung stehen Arzneimittel mit niedrigerem Wirkstoffgehalt zur Verfügung.
 
Alternativ: Bei Wiederauftreten einer Herpesinfektion im Geschlechtsbereich:
 
Erwachsene 1 Tablette 1-mal täglich zum gleichen Zeitpunkt, unabhängig von der Mahlzeit
Zur Vorbeugung von Virusinfektion mit Cytomegalie-Virus:
 
Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene 2 Tabletten 4-mal täglich unabhängig von der Mahlzeit
Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
 

Wirkungsweise

Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff bekämpft bestimmte Viren, indem er ihr Erbgut schädigt und somit ihre Vervielfältigung behindert. Er wirkt vor allem gegen Herpes-Viren, somit kann eine Herpesinfektion gestoppt werden.

Gegenanzeigen

Was spricht gegen eine Anwendung?

Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Abwehrschwäche, z.B. HIV-Infektionen, Organtransplantationen, langzeitig hochdosierte Kortisonbehandlung

Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Eingeschränkte Leberfunktion

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel sollte in dieser Altersgruppe in der Regel nicht angewendet werden.
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: In dieser Altersgruppe sollte das Arzneimittel nur bei bestimmten Anwendungsgebieten eingesetzt werden. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.

Nebenwirkungen

Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfälle
- Bauchschmerzen
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Müdigkeit
- Schlaflosigkeit
- Halluzinationen
- Delirium (Verwirrtheit)
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Hautausschlag
- Juckreiz
- Nesselausschlag
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
- Angioneurotisches Ödem (Schwellung im Gesicht, an Hand und Fuß)
- Anfälle von Atemnot
- Anstieg der Nierenwerte (Kreatinin und Harnstoff)
- Anstieg der Leberwerte
- Leberentzündung
- Veränderung des Blutbildes, wie:
- Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
- Anämie (Blutarmut)
- Leukopenie (Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen), erste Anzeichen können Halsschmerzen oder Fieber sein: Wenden Sie sich bei Auftreten solcher Anzeichen sofort an Ihren Arzt.
- Fieber
- Allgemeine Schwäche

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.

Hinweise

Was sollten Sie beachten?
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.





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